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2022-06-14 08:46:23, Jamal Tuschick

Seit der Erfindung des Kinos sind Bildfolgen transportabel. Das ist der Iconic Turn.

„Während wir uns von Hildegard von Bingen und von den Mädchen, die Walther von der Vogelweide mit Morgenliedern besang, kein Bild machen können, werden die Menschen des beginnenden vierten Jahrtausends in medienarchäologischen Seminaren Elisabeth Taylor in Die Katze auf dem heißen Blechdach mit den epochengemäß konditionierten Augen ihrer Zeit vor sich haben.“ Peter Sloterdijk

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“Success is counted sweetest/ By those who ne’er succeed./ To comprehend a nectar/ Requires sorest need.” Emily Dickinson

Ikonischer Raum

Aus der Ankündigung

Dichterin von Weltformat. Feministische Ikone. Eine der ungewöhnlichsten Frauengestalten des 19. Jahrhunderts. Wer war Emily Dickinson wirklich?

Die preisgekrönte kanadische Schriftstellerin Dominique Fortier zeichnet das Leben der »Einsiedlerin aus Amherst« nach, einer der faszinierendsten Schriftstellerinnen des 19. Jahrhunderts. »Eine einfühlsame Hommage an die geheimnisvolle amerikanische Dichterin.« Le Figaro

Emily Dickinson wurde 1830 in der Kleinstadt Amherst in Massachusetts geboren und starb 56 Jahre später im selben Haus. Sie trotzte den gesellschaftlichen Erwartungen ihrer Zeit, war nie verheiratet, hatte keine Kinder und verbrachte ihre letzten Jahre, ganz in Weiß gekleidet, zurückgezogen in ihrem Zimmer. Dort schrieb sie Hunderte von Gedichten, die sie nie veröffentlichen wollte – betörend schöne Zeilen über die Natur, über Einsamkeit, Schmerz, Glück, Ekstase, Liebe, den Tod und darüber, dass sie sich als Frau oft fehl am Platz fühlte.

Dominique Fortier, 1972 geboren, zählt zu den wichtigsten Stimmen der franko-kanadischen Literatur. Für ihren Roman »Au péril de la mer« erhielt sie den Prix littéraire du Gouverneur Général, den höchsten Literaturpreis des Landes. »Städte aus Papier« wurde 2020 mit dem Prix Renaudot Essai ausgezeichnet. Dominique Fortier lebt in Montréal.