Turning Danger into Performance – Die Koinzidenz geologischer und politischer Verwerfungslinien
Zu Peter Sloterdijks „Pangäa des regulär Irregulären“ zählt Afghanistan. Ein Jahr vor seinem Tod im Dezember 2010 fährt der ‚Bulldozer‘ einem Treffen mit afghanischen Clanchefs in den Breiten des dritten Pols entgegen. Eine Terror-Serie, die Kabul erschüttert, und Selbstmordanschläge in anderen Gegenden Afghanistans, sind womöglich der Präsenz des grobkörnig-hemdsärmeligen US-Sondergesandten Richard Charles Albert Holbrooke geschuldet. Wegen seines ungehobelten Wesens nennen ihn manche Dick. Lieber möchte der „Architekt des Dayton-Abkommens“ Richard genannt werden. Er erklärte das seinem Dienstherrn Obama.
Holbrookes Mission könnte kaum heikler sein. Sein mit einem Ablenkungsmanöver zusätzlich gesicherter Konvoi quert geopolitisch und geologisch explosives Gebiet. Arizona Jakarta leitet das Sicherheitsteam.
Der Emissär soll Verhältnisse sondieren, deren Fatalität Peter Sloterdijk universell formuliert. Zu beobachten sind da „Überschneidungen partieller Energien, von denen keine stark genug ist, zu siegen, und keine resigniert genug, um die Waffen zu strecken ... (Das sind) Regionen ohne Vormacht, ohne Gericht und ohne Entschädigung ... Zwischenwelten aus Infiltrationen, Unterwanderungen und Verklumpungen ... Ströme aus strategisch gelenkten Ressentiments und gefälschten Nachrichten“.
„Der Himalaja und seine angrenzenden Regionen ... (erfahren) infolge der anhaltenden Konvergenz zwischen den indischen und eurasischen Platten eine kontinuierliche Kompression.“
Die interessierten Nachbarn
An der geografischen Peripherie positionieren sich Pakistan, Indien und der Iran. Pakistan unterstützt nur vorgeblich den „Krieg gegen den Terror“. In der pakistanischen Perspektive dient der Taliban-Terror der Abnutzung des amerikanischen Interventionswillens. Die Hegemonen belauern sich gegenseitig. Pakistan fürchtet eine Zunahme indischer Einflüsse. Gleichzeitig versuchen Taliban Pakistan in ein Kalifat zu überführen.
Alexander Kluge spricht von „eingefrorenen und virulenten Konflikten“. Sloterdijk spricht von einer Grauzonen-Globographie. Er sagt: „Kein Bürgerkriege-Atlas, kein Lexikon der Defizite vermag das Grauzonen-Reich zu umspannen, keines der üblichen Weltbilder fängt es ein. Historikern der Imperien ist die Neigung gemeinsam, die Existenz und Ausdehnung des Grauzonenhaften zu übersehen ... kein Auswärtiges Amt weiß wirklich, was da draußen geschieht, wo die Irregularitäten unter sich sind. Über einhundert staatsartige Halbanarchien unter Flaggen brüten auf dem Planeten in sich selbst, in der Regel von der Mitwelt ignoriert, im Halbschatten grellerer Konflikte, mittelfristig fixiert im Wiegeschritt steigender und fallender Korruptionswerte. Der gutwilligste Kosmopolit ist irgendwann müde genug, den Mantel des benign neglect über Gegenden zu werfen, von deren Verhältnissen zu viel zu wissen bloß unglückliches Bewusstsein nach sich zöge, sprich mentalen Stress ohne Handlungsoptionen.“
Das referiert Cornelius von Pechstein in einem antiken Hörsaal der Ederthaler Landgraf Philipp Universität. Alisa und Virgil hören mit halben Ohren zu. Inzwischen zählt der Meditationsraum in Campus-Pavillon zum erotischen Parcours des Paares. Bei beiden dreht sich alles um Sex. Virgils Blick fällt auf Alisas soft gebräunten Brustansatz im großzügigen Ausschnitt. Die freimütige Ansicht treibt ihn aus der Reserve. Beherzt fasst er ins Dekolleté. Die einnehmende Berührung lässt Alisa erbeben.
„Zieh deinen BH aus und gib ihn mir“, verlangt Virgil. Alisa sieht sich um. Das Publikum konzentriert sie auf Cornelius. Alisa befreit ihren Busen von den Halbschalen. Es ist ein Kunststück, erlernt und perfektioniert in Schwimmbädern und Turnhallen. Virgil nimmt ihr das Stück ab und hält es sich genießerisch unter die Nase. Natürlich bleibt das nicht unbemerkt. Virgils rechte Hand fährt Alisas Schulterrelief ab. Die Hand gleitet über die Schlüsselbeine und unterstreicht Alisas Kinn. Sag, dass du mich liebst. Dass du mit mir zusammenbleiben und eine Familie gründen willst. Dass du jede Nacht bei mir liegen wirst, bis dass der Tod uns scheidet. Alisa gebietet Virgil keinen Einhalt. Stattdessen blendet sie die Umgebung aus. Seine Hände besuchen wieder ihren Busen und legen die Knospen frei. Virgil stimuliert die Spitzen. Alisa stöhnt auf. In diesem Augenblick erwacht sie. Sie ist allein zuhause auf dem Sofa eingeschlafen und hat das alles nur geträumt. Enttäuschung beschleicht sie. Gleichwohl sind ihre Spitzen steinhart und sie spürt das Ziehen im Unterleib. Unwillkürlich berührt sie sich selbst. In ihrer Phantasie ist sie nackt und Virgil ist bei ihr. Er beugt sich über sie und saugt an ihren Knospen. Sie strebt ihm eruptiv entgegen - mit geöffneten Beinen. Virgil massiert ihre Mitte.
Sie schiebt ihr Becken vor, so dass er leichtes Spiel hat. Seine Hände teilen ihre Schamlippen. Sie befreit sein Glied und schließt es in das Futteral ihrer Hände. Sie leckt den ersten Lusttropfen auf. Plötzlich erlebt sie Virgils Abwesenheit als solchen Mangel, dass sie nicht weitermachen kann. Sie wirft noch einen flüchtigen Blick in den Spiegel und schwirrt dann ab. Auf dem Fahrrad fährt sie zur Uni und ist bald nicht mehr allein in seinem Büro. Sie wirft sich in seine Arme. Er versteht die Dringlichkeit ihrer Bedürfnisse, dreht sie in einer flüssigen Bewegung um.
„Zeig mir, wie sehr du es willst.“
Alisa hebt ihr Kleid hoch, streift den Slip ab, spreizt die Beine und streckt den Po raus.
„So sehr will ich es?“ verkündet sie aufrichtig.