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2022-03-15 06:38:43, Jamal Tuschick

#Lob

Daniela Gabler vom Heyne Verlag schreibt:

Lieber Herr Tuschick,

besten Dank ... für Ihre Rezension, die alles andere als oberflächlich ist!

*

Die Rede ist von folgendem Beitrag: Elvis Presley statt Rudolf Schock

Gisa Paulys Sylt-Saga-Opener „Fräulein Wunder“ ist ein literarischer Schlager mit Suchtfaktor und dem Zeug zum Sommerhit 2022

Mit freundlicher Genehmigung des Heyne Verlags

Vor Ihrer Zeit als Autorin waren Sie 20 Jahre lang Lehrerin, bis Sie beschlossen haben, den sicheren Job für das Schreiben an den Nagel zu hängen. Schon eine verrückte Idee, oder?

Da haben Sie wohl recht. Ich war mir dessen auch bewusst und habe durchaus gezögert. Ein Satz, den ich mal gehört hatte, hat mir bei der Entscheidung geholfen: „Am Ende seines Lebens wird man sicherlich das bereuen, was man falsch gemacht hat, aber noch mehr das, was man nicht gewagt hat“.

Sind Sie generell eher der waghalsige Typ?

Nein, waghalsig nicht, aber auch nicht verzagt, wenn ich etwas unbedingt will. Nie im Leben würde ich beim Bungee-Jumping mitmachen, aber wenn mir etwas so wichtig ist wie das Schreiben, packe ich es an.

War es ein komplett kalter Sprung ins Wasser oder haben Sie parallel zum Lehrerberuf schon Geld verdient mit dem Schreiben?

Das Schreiben war immer ein sehr geliebtes Hobby von mir. Ans Geldverdienen habe ich erst gedacht, als mir die Idee kam, den Lehrerberuf aufzugeben und Schriftstellerin zu werden. Das habe ich natürlich von langer Hand vorbereitet und während dieser Zeit versucht zu schreiben, was bezahlt wurde.

Vom vollen Klassenzimmer hin zum einsamen Schreibtisch: War das nicht ein großer Umbruch in Ihrem Leben?

Das stimmt. Ich hatte auch ein bisschen Angst davor. Aber ich war vom ersten Tag an sehr glücklich mit meiner neuen Lebenssituation.

Die neue Familiensaga spielt wieder auf der Insel. Was macht Sylt zum perfekten Setting Ihrer Geschichten?

Dass die Insel ein perfektes Setting ist, habe ich erst begriffen, als der erste Band meiner Sylt-Krimis auf dem Markt war. Ich hatte mich nur deshalb für Sylt entschieden, weil ich die Insel von früheren Familien-Urlauben her kannte. Aber wie ich nun weiß, ist Sylt ein Sehnsuchtsort.

Wo ist denn Ihr Lieblingsort auf Sylt? Wo gehen Sie hin, wenn Sie Trubel wollen, wo gehen Sie hin, wenn Sie Ihre Ruhe haben wollen?

Ich finde Keitum ganz zauberhaft. Überhaupt gefällt mir die Wattseite der Insel besonders gut. Wenn ich Trubel will, gehe ich in Westerland aus, wenn ich Ruhe haben will, fahre ich zum Ellenbogen.

Sylt mit allen Sinnen: Was hören, riechen, fühlen, schmecken Sie, wenn Sie zu Gast auf der Insel sind?

Ich höre die Brandung, rieche die würzige Luft, fühle den immerwährenden Wind und schmecke das Salz auf meinen Lippen.

Beim Lesen entstehen authentische und intensive Bilder des vergangenen Sylts. Wie haben Sie recherchiert, um den Leser*innen den Zeitkolorit derart lebensecht nahebringen zu können?

Erstmal hatte ich meine eigenen Erinnerungen. Zudem besitze ich einen großen Schatz Sylt-Literatur, an dem ich mich bedienen konnte. Ich habe ja schon mehrere historische Sylt-Romane geschrieben und viel recherchiert. Das Archiv in Westerland war mir da eine große Hilfe.

Sie haben unter anderem für die ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“ Drehbücher geschrieben. Schreiben Sie heute auch noch welche – womöglich sogar für das „Fräulein Wunder“?

Zurzeit schreibe ich keine Drehbücher, dazu fehlt mir die Zeit. Aber sollte „Fräulein Wunder“ verfilmt werden, wäre ich natürlich nicht abgeneigt.

Und zwei schnelle Fragen zum Schluss: Kaviar oder Matjesbrötchen? Champagner oder Aquavit?

Auf jeden Fall Matjesbrötchen, noch lieber Bratheringbrötchen, und dazu sehr gerne Champagner. Diese Kombination finde ich großartig.